Der Herzog von Wellington

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Arthur Wesley – später Wellesley – kommt am 1. Mai 1769 in Irland zur Welt. Er ist das sechste Kind des irischen Adligen Graf von Wesley. Aufgrund seiner Herkunft ist er für eine militärische Laufbahn prädestiniert.

Seine militärische Karriere beginnt im Jahre 1794 mit dem Feldzug Hollands gegen die französischen Republikaner. Zu diesem Zeitpunkt ist er Oberleutnant beim 33. Infanterieregiment. 1797 wird er als Oberst mit seinem Regiment nach Indien geschickt. Erst 1805 kehrt er als Generalmajor von dort zurück.

Als Generalleutnant übernimmt er 1808 das Truppenkommando in Portugal, und bei der Schlacht von Vimeiro im Norden Lissabons schlägt er die Armee unter Junot.

Nach seinem Sieg in Talavera (28. Juli 1809) erhält er den Titel Vicomte Wellington von Talavera und Baron Douro of Wellesley.

Erst im Mai 1814 – also nach Napoleons Abdankung – erhält er den Titel Duke of Wellington (Herzog von Wellington). Dieser General hat keine einzige Niederlage erlitten.

Wellington hat Großbritannien beim Wiener Kongress vertreten, in Waterloo gesiegt, und er war Armeegeneral der europäischen Besatzungstruppen in Frankreich. 1818 beendet er seine militärische Karriere und widmet sich fortan der Politik seines Landes.

Mehrmals bekleidet er das Amt des Ministerpräsidenten Englands zur Zeit der industriellen Revolution und der Religionskämpfe. 1830 beruft er in London die Konferenz der europäischen Mächte ein, aus der Belgien als unabhängiger Staat hervorgeht.

Von der gesamten Nation geachtet und verehrt, stirbt er am 14. September 1852 in Walmer, in der Nähe von Dover.