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SAAL 1
Dieser Kürass, der von einer Kartätsche
(„Biscaïen“) durchbohrt worden ist, lässt die Durchschlagkraft der
damaligen Feuerwaffen erahnen.
Beim „Biscaïen“ handelt es sich um
ein kugelförmiges, mit kleinen Metallkugeln gefülltes Projektil, das
durch Kanonen verschossen wird.
Drei schöne Porträts Wellingtons: Saal 1
(Empfang), Saal 3 (Treppe) sowie Saal 6 (Zimmer des Herzogs). Ebenfalls
zu bewundern: seine persönlichen Gegenstände in dem Zimmer, in dem er
seinen Bericht am Abend der Schlacht verfasst hat.
SAAL 2
Bei der ausgestellten Waffe handelt es sich um
ein Gewehr französischer Dragoner mit dazugehörigem Bajonett. Es ist
kürzer als das Infanteriegewehr, hat aber dieselbe wirksame Reichweite:
100 Meter.
Büste des Baron Goethals. Er wird 1782 in
Brüssel geboren und dient aufgrund der Irrungen und Wirrungen, denen
die belgischen Provinzen ausgesetzt sind, nacheinander in der
österreichischen, französischen, niederländischen und belgischen Armee.
In den Armeen Napoleons nimmt er an den Feldzügen des Kaisers teil und
gerät während des Rückzugs Russlands in Gefangenschaft. Nach Napoleons
Abdankung und seiner Befreiung aus der Gefangenschaft tritt er in den
Dienst der Niederlande über. Bei der Schlacht von Waterloo führt er den
36. belgischen Jägerbataillon an, der zur Vertreibung der Kaisergarde
vom Plateau von Mont-Saint-Jean beiträgt.
Als Belgien unabhängig
wird, schließt er sich der neuen Macht an. 1832 wird er
Generalinspektor der Armee und Adjutant von König Leopold 1.
SAAL 4
Am Ende der Schlacht wird Lord Uxbridge, der Kommandant der britischen
Kavallerie, von einem „Biscaïen“-Geschoss am rechten Bein getroffen.
Sein Bein muss amputiert werden. Das Museum präsentiert an dieser
Stelle eine offen dargestellte Prothese, um das handwerkliche Geschick
der damaligen Zeit zu demonstrieren.
SAAL 5
Säbel eines englischen Pioniers vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Der
wie eine Säge geformte Rücken ist ein Arbeitswerkzeug, die Klinge eine
Verteidigungswaffe. Die Pioniere sind für den Bau oder die Erschaffung
von Hindernissen zuständig.
SAAL 6
In diesem Zimmer und auf diesem Tisch verfasste Wellington seinen
Siegesbericht an die britische Regierung. Zahlreiche Souvenirs erinnern
an den Herzog.
SAAL 7
In der Vitrine: Die Metallkiste des Generals Baron de Constant de
Rebecque, Generalstabschef der niederländischen Armee. Selbst bei einem
Feldzug verzichtete ein Generaloffizier nicht auf einen gewissen Luxus;
immerhin spiegelte dieser seinen Rang in der Hierarchie wider. Das
Eierbecherservice ist aus Silber und Silbergold.
SAAL 9
Der am 16. Juni in Ligny verwundete Blücher wird mit Beinverband
dargestellt. Hier ist er in der ‚Auberge du Roi d’Espagne’ in Genappe
am Abend des 18. Juni zu sehen. Bei der Verfolgung der französischen
Truppen hatten die Preußen sich einer Kutsche Napoleons mit u.a. einem
Hut und einem Prunkschwert bemächtigt.
SAAL 10
An der Wand zwischen den Fenstern befinden sich zwei Fahnen, die der
Kaiser der Nationalgarde hätte überreichen sollen. Jede Abteilung
sollte für die Gebietsverteidigung ein Regiment der Nationalgarden
stellen. Es sei darauf hingewiesen, dass „Champ de Mars“ (Märzfeld) in
„Champ de Mai“ (Maifeld) umgewandelt worden ist.
SAAL 12
Das Modell des Löwenhügels, den die Holländer an der Stelle, an der der
Kronprinz Wilhelm von Oranjen-Nassau verwundet worden war, errichtet
haben. Der Bau des Löwenhügels hat von 1823 bis 1826 gedauert; nahezu
30 000 m3 Erde bilden den 40,5 m hohen Kegel mit einem Durchmesser von
169 m. Der 28 Tonnen schwere Löwe aus Gusseisen sowie der Sockel aus
geschliffenem Stein ruhen auf einer gemauerten Säule.
SAAL 14
Die mit Geschossen gefüllte „Congreve“-Rakete
hatte eine Reichweite von 2,3 km. Diese in Großbritannien entwickelte
Waffe (1804) konnte pro Minute 3 bis 4 Mal abgeschossen werden. Eine
hohe Präzision wurde dabei nicht erzielt.
Am Eingang erwartet Sie eine französische 6-Pfund-Kanone, eine Kriegstrophäe.
Die Schlacht wird anhand der Leuchttafeln Stunde für Stunde beschrieben.
Der Alkoven 9 erinnert an die Verluste der Schlacht.
Während
über zwei Wochen kümmerte sich die Gesundheitsabteilung um die Rettung
der Verwundeten, die vor ihrer Evakuierung in die Stadtzentren in
Kirchen, Klöstern und Höfen der Region untergebracht waren. In diesem
gewaltigen Feldlazarett wurden Zehntausende Verwundete versorgt.
Die
Tausenden Toten wurden in Massengräbern begraben. Das Ganze musste
schnell vonstatten gehen, um die Entstehung von Epidemien zu vermeiden.
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Schlachtstätte (Hauptquartier von Wellington, von Napoleon, Le Hameau
du lion (Film, Löwenhügel, Panorama, Wachsfigurenmuseum)) besichtigen?
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